Welches Buch gefällt Ihnen am besten?

Rennsteig-Schwalben - 32.1%
Thüringer Quelle - 14.3%
Rostbratwurst - 28.6%
Die Gruppe - 17.9%
Krügers Erbe - 7.1%

Gesamte Stimmen: 28
Die Umfrage wurde beendet ein: 11 Nov 2016 - 00:00

mitglied syndikat rot 125

Klaus Jäger ist:

wortpatenschaft

Krügers Erbe

cover kruegerInhalt

Als im August 2007 der Fahrradkurier Stefan Krüger im thüringischen Riedburg erschlagen wird, deutet alles auf einen gewöhnlichen Raubmord hin. Doch Krügers scheinbar unauffälliges Leben birgt ein Geheimnis. Davon erfährt als erster Peter Hartmann. Der Journalist wurde von Krüger als Erbe eingesetzt – und erhält verschlüsselte Botschaften, die ihn zu einem Millionen-Vermögen in Luxemburg führen. Der Leser begleitet Peter Hartmann auf dessen Suche nach den Quellen des Geldes. Dabei gerät dieser unfreiwillig immer tiefer in einen Sumpf aus Pornografie und sexuellem Missbrauch, der auch vor Minderjährigen nicht Halt macht. Jeder Schritt in die Vergangenheit macht es Hartmann schwerer, sich anderen mitzuteilen. Erliegt er der Faszination des Geldes, das aus schmutzigen Quellen stammt? Am Ende offenbart sich ihm sogar der Mörder – und Peter Hartmann fällt eine folgenschwere Entscheidung.

 

Die Entstehungsgeschichte

Die Idee für das Buch entstand während einer Balkonträumerei. Kurz davor hatte ich die Lektüre von Thommie Bayers „Eine kurze Geschichte vom Glück“ beendet. Dort wirft Bayer seinen Protagonisten in die Situtation, gerade dann im Lotto zu gewinnen, als ihn seine Frau verlässt. Was macht das Geld mit einem? Ein Lottogewinn bleibt wohl eine Träumerei, die Lottogesellschaften veröffentlichen regelmäßig die Chancen, die bei  1:140 Millionen liegen. Da klingt eine Erbschaft schon wesentlich realistischer, wenngleich es mir persönlich an einer entsprechend solventen Erbtante mangelt. Also hilft nur, gleich Bayer einen Romanhelden erben zu lassen. Doch da ist die Tante zu langweilig. Etwas völlig Überraschendes muss her, ähnlich dem Lotto-Sechser. Also den Freund eines Protagonisten sterben lassen? Aber wo hat der das Geld her. Und wenn es wirklich ein Freund ist, müsste mein Held doch um dessen Reichtum wissen. Zug um Zug entwickelte ich den Plot – ein Mord war dabei zunächst gar nicht vorgesehen.
Wie schreiben Sie?, lautet eine Standardfrage in Lesungen. Da kann man immer einen Lacher ernten, wenn man antwortet: „Ein Wort nach dem anderen.“ Einen zweiten Lacher gibt es obendrein, wenn man nachschiebt: „Warum lachen Sie da? Es ist so.“ Aber die Frage zielt ja auf etwas anderes ab.
Als mein Vater - ich war 12 Jahre alt - mir erklärte, dass die Figuren in seinen Romanen manchmal ein Eigenleben führen und er deswegen schon ganze Kapitel verworfen hat, hielt ich das für eine ausgemachte Flunkerei. Heute weiß ich, dass er Recht hat, obwohl ich grundlegend anders schreibe. Zwar habe auch ich einen Plot, eine kausale Handlungskette an der ich entlangschreibe, aber ich zwänge mich nicht ein. Als ich mit „Krügers Erbe“ begann, wusste ich ziemlich genau, was mit Krüger passiert ist und woher er sein Geld hat. Aber ich kannte ebensowenig wie der Leser Krügers Mörder und die anderen im Detail Beteiligten seines Vorlebens. Spannend? Ich finde ja. Schon beim Schreiben. 2008 war das Buch fertig.

Der Titel des Buches wird vom Verlag festgelegt. Während des Arbeitsprozesses trug das Buch den Titel „Der Kurier“. Allerdings stieß ich bei Titelrecherchen darauf, dass Jacques Berndorf (eigentlich: Michael Preute) 1996 einen seiner Krimis „Der Kurier“ nannte. Mit dem König der Eifel-Krimis wollte ich mich nun weder anlegen noch vergleichen, also suchte ich nach einem neuen Titel. Nun, „Krügers Erbe“ bietet mehr Informationen und ist genauso gut wie der andere - finde ich. Der Verlag teilte meine Meinung.

Die Verlagssuche gestaltete sich äußerst schwierig. Aber da weiß ich mich in guter Gesellschaft. Viele Debütanten - und nicht nur die - bekommen von den Publikumsverlagen reihenweise Absagen. Natürlich stößt man immer wieder auf Pseudo-Verlage, die einem schon nach wenigen Tagen attestieren, ein blendend gutes Werk verfasst zu haben, das sie gerne auf dem Markt platzieren wollen. Sie brauchen dafür nur, nun ja, einen gewissen Druckkostenzuschuss, der so zwischen 3000 und 5000 Euro pendelt. Die Engländer nennen diese Verlage „Vanity Press“ (Eitelkeits-Verlage). Die drucken bereitwillig die Erinnerung jeder deutschen Hausfrau. Die drucken alles, wenn man es nur bezahlt. Also Finger weg - in Deutschland gelten Autoren als „verbrannt“, wenn sie einmal in die Finger solcher Pseudo-Verlage gefallen sind.

Im Februar 2010 fand ich mit dem Greifenverlag Rudolstadt einen Verlag, der mir einen akzeptablen Vertrag zu marktüblichen Bedingungen anbot.

 

Auf dem Büchermarkt

Der Greifenverlag Rudolstadt hatte ja bereits zu DDR-Zeiten einen guten Ruf und ich fühlte mich in guten Händen, als mir der Verleger einen Vertrag mit durchaus üblichen Konditionen anbot. Im Februar vereinbart, erschien das Buch am 26.09.2010. Buchpremiere in Rudolstadt, lokale Premiere im Apoldaer Schloss - alles war eitel Sonnenschein. Dass ich mit dem Verlag vom Regen in die Traufe geriet, spürte ich mehr, als ich es wusste. Eines der Zeichen war, dass das Buch nicht wirklich den Weg in die Buchhandlungen fand. Platzierungen in den lokalen Bestsellerlisten korrespondierten nicht mit den tatsächlichen Verkaufszahlen, bewiesen viel mehr, dass das Buch hauptsächlich in der Region um Apolda gelesen wurde. Interventionen beim Verlag, das Marketing und den Vertrieb betreffend, wurden mit schönen Worten und Willensbekundungen beantwortet. Nach meinen Beobachtungen legte der Verleger großen Wert darauf, unglaublich breit aufgestellt zu sein; eine Neuerscheinung folgte auf die nächste. Allerdings ergab sich ein Themenspektrum wie ein Gemischtwarenladen, Hauptsache viele Bücher...
Auf die weniger schönen folgenden Wochen und Monate will ich gar nicht erst eingehen. Als ich zur Buchmesse nach Leipzig eingeladen wurde, las ich am Vorabend im Krimi-Keller des Central-Kabaretts in der Reihe „Leipzig liest“, und am Messe-Samstag direkt am Messestand. Dort eröffnete mir der Finanzvorstand des Verlages, dass man Insolvenzantrag stellen müsse. Für mich bitter: Ende März wäre die erste Tantiemen-Zahlung fällig. Ich kürze ab: Der Greifenverlag ging tatsächlich in einem unschönen Prozess pleite und ich habe bis heute keinen Cent für meinen Krimi gesehen.

Die Zukunft sieht gar nicht so traurig aus. Im Bewusstsein, dass „Krügers Erbe“ bei weitem noch nicht alle Leser erreicht hat, die es erreichen könnte, bot ich das Buch weiteren Verlagen an. Eine Cheflektorin zeigte sich sehr interessiert, meinte aber, so kurz nach der Erstveröffentlichung würde sich eine zweite Auflage nicht rechnen. Sie regte an, mit derselben Personage einen weiteren Krimi zu schreiben, vielleicht auch einen dritten. Dann könne man den Krüger quasi als „Wie-alles-begann-Geschichte“ wieder aufleben lassen. Ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten, nur das: Ein weiterer Krimi ist in Vorbereitung.

Ein E-Book zu „Krügers Erbe“ war für Ende 2012 vorbereitet. Mit Rücksicht auf meinen neuen Verlag habe ich das Projekt jedoch zurückgestellt. Möglicherweise wird es ein E-Book erst parallel zu einer Zweitauflage geben.

 

Rezensionen

"Mit dem Vorleben des Burschen Krüger, der als Fahrradkurier den harmlosen Nachbarn gibt, ist Jäger ein erzählerischer Bubenstreich gelungen. Das liest sich in einem Zug." ... weiterlesen

(Lilo Plaschke in: Thüringer Allgemeine vom 25.09.2010)

"Mehr und mehr gerät Hartmann in ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Kriminalbeamtin Steffi Schmaerse, der dänsichen Porno-Industrie und dem deutschen Zoll. Das ist kurzweilig zu lesen, besticht jedoch noch durch eine weitere Qualität. Denn das unglaubliche Millionending wird geerdet durch eine Thüringer Topografie nebst glaubwürdigen Biografien, denen die Wende vor zwanzig Jahren einen neuen Drall gab." ... weiterlesen

(Susann Winkel in: Freies Wort vom 02.12.2010)

 

Ich möchte mein signiertes Exemplar!

Hiermit bestelle ich verbindlich mein persönliches, gedrucktes Exemplar.
Der Versand erfolgt kostenfrei in Deutschland. Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus.

Bezahlung erfolgt per Vorkasse.
Die notwendigen Kontodaten erhalten sie mit der Auftragsbestätigung.

 
Ich möchte ein signiertes Exemplar!
Ich akzeptiere die Geschäftsbedigungen
Mit dem Absenden dieses Formulars erkennen Sie unsere AGB an. Der Versand erfolgt kostenfrei innerhalb Deutschlands.

Allgemeine Geschäftsbedingungen:

Kauf und Versand:
Der Versand erfolgt nur nach Zahlung per Vorauskasse (Überweisung). Der kostenlose Versand gilt nur für offene unversicherte Sendungen der Post AG (Büchersendung) und innerhalb Deutschlands. Das Versandrisiko liegt beim Käufer. Falls eine versicherte Sendung oder eine Sendung ins Ausland gewünscht wird, ergeben sich Kosten. Bitte fragen Sie vor der Überweisung nach. Keine Gewährleistung und kein Rückgaberecht, da Privatverkauf. Die Angebote sind freibleibend. Ein Lieferzwang besteht nicht. Sollte einmal eine Sendung verschwinden: Nur bei versichertem Versand erstatte ich den Kaufpreis und die Versandkosten oder liefere Ersatz.

Signierung:
Wenn gewünscht, signiere ich das Buch mit Namen und Datum. Falls ein Wunschtext/ein Wunschdatum für die Signierung angegeben wird (z.B. zum Weiterverschenken zu Geburtstagen o.ä.), beachten Sie bitte, dass ich mir auch die Ablehnung von Wunschtexten ausdrücklich vorbehalte.

Gerichtsstand ist Apolda.

 

 

 

Rennsteig-Schwalben

Erhältlich im Buchhandel, beim Autor und im Internet (auch als E-Book). Für Direktkauf auf das Bild klicken.

Thüringer Quelle

Erhältlich im Buchhandel, beim Autor und im Internet (auch als E-Book). Für Direktkauf auf das Bild klicken.

Rostbratwurst

Erhältlich im Buchhandel, beim Autor und im Internet (auch als E-Book). Für Direktkauf auf das Bild klicken.

Die Gruppe

Erhältlich als gedrucktes Buch nur noch über den Autor, als E-Book bei Ihrem Lieblingsbuchhändler (ausgenommen Amazon).

Krügers Erbe

Erhältlich als gedrucktes Buch nur noch beim Autor. E-Book erscheint 2017.